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excom Remote-I/O an Yokogawa Centum VP

In enger Zusammenarbeit haben Yokogawa und Turck einen Kundenwunsch nach redundanten Profibus-DP-Strängen mit Online-Erweiterbarkeit (HCIR) realisiert

Als in einem Chemiewerk der Austausch eines Prozessleitsystems anstand, wollte der Betreiber eine ausfall­sichere, also redundante Profibus-Anbindung mit HCIR-Funktionalität – eine Forderung, die kein System am Markt bedienen konnte. So haben Yokogawa und Turck eng mit den Spezialisten des Kunden zusammengearbeitet und eine spezifische Lösung erarbeitet, von der heute alle profitieren. Die ursprüngliche Sonderanfertigung hat sich inzwischen zu einem Standardprodukt beider Hersteller entwickelt.
  • Zwei excom Remote-I/O-Stationen mit redundantem Profibus und Segmentkopplern (links)

Das in die Jahre gekommene PLS des Kunden konnte den modernen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Man entschied sich daher, das bestehende Leitsystem zu ersetzen. Für die Anbindung der Feldgeräte in der Ex-Zone 1 sollte das Remote-I/O-System excom von Turck eingesetzt werden. Der Kunde hatte setzt excom bereits in anderen Anlagenteilen ein, weil es damals die einzige Remote-I/O-Lösung am Markt war, die sich mit 230 V in der Ex-Zone 1 betreiben lässt. Alternative Lösungen auf 24-V-Basis erfordern aufgrund der oft langen Leitungswege zur Anlage große Querschnitte, um den Spannungsabfall kompensieren zu können.

Gewünscht war eine redundante Profibus-Verbindung zu den Remote-I/Os, die sich im laufenden Betrieb sowohl kartenweise als auch stationsweise erweitern lassen müssen. Fachleute kennen die Funktion Online-Erweiterbarkeit unter der Bezeichnung „Hot Configuration In Run“ (HCIR). „In der Profibus-Nutzer­organisation war dieser Standard zum Zeitpunkt der Installation noch nicht beschrieben. Insofern mussten Lösungen zwischen Leitsystem- und I/O-System-Anbieter individuell entwickelt werden“, sagt Holger Schneider, Vertriebsspezialist bei Yokogawa.

Testlauf beim Kunden
Produktspezialisten beider Unternehmen passten die Software des Leitsystems Centum VP und die excom-Firmware entsprechend an. Nach der insgesamt 15-monatigen Test- und Implementationsphase hat sich der Einsatz für alle Beteiligten gelohnt: So profitiert der Kunde heute von einer Lösung, die mit der geforderten Funktionalität am Markt nicht verfügbar war. Yokogawa und Turck haben das Funktionsspektrum ihrer Geräte erweitert und damit einen Mehrwehrt über die konkrete Applikation hinaus geschaffen. Dazu trugen nicht nur die Fach- und Produktkenntnis der Mitarbeiter bei. „Durch die reibungslose und konstruktive Zusammenarbeit der Spezialisten vor Ort mit den Applikationsingenieuren von Turck und Yokogawa konnten alle Beteiligten zeitnah eine optimale Lösung für den Kunden erarbeiten“, sagt Yokogawa-Vertriebsspezialist Schneider: „Die Chemie hat hier einfach gestimmt.“

Heute steht mit einem so genannten Tokushu – Yokogawa benennt so Software-Sonderlösungen, die zu Standardprodukten gereift sind – für die Centum VP eine offizielle Software-Variante für das Leitsystem bereit, mit der Yokogawa-Kunden ihr PLS zusammen mit excom redundant und HCIR-fähig betreiben können. Auch bei Turck ist die angepasste Firmware heute zum Standard beim Remote-I/O-System excom geworden. Redundante Kommunikation und Online-Erweiterbarkeit über Profibus-DP sind jetzt zwischen Centum VP und excom problemlos möglich.

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