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Pick-to-Light-System verbessert Cockpit-Montage

Der Automobilzulieferer SAS Automotive Systems optimiert die Produktion von Cockpitmodulen im Werk Zwickau mit einem Pick-to-Light-System

SAS Automotive Systems produziert Cockpits für die Automobilindustrie – individuell zusammengestellt und just-in-sequence. Für den Monteur bei SAS in Zwickau bedeutet das: Jede Minute muss ein Modul vom Band laufen. Damit dies reibungslos funktioniert, zeigt seit kurzem ein Pick-to-Light-System genau an, wann welche Komponente montiert werden muss. Mit seinem umfassenden Lösungsansatz aus Sensoren, I/O-System und Feldbus-Gateway sowie der einfachen Integration in die Produktionslinie konnte Turcks Pick-to-Light-Lösung die SAS-Spezialisten überzeugen.
  • Ein Pick-to-Light-System optimiert manuelle Produktionsprozesse und reduziert deutlich die Fehlerquote

  • Das Lichtsignal markiert die Box mit dem nächsten einzubauenden Teil

  • Ein Lichttaster in der Signalleuchte quittiert automatisch die Entnahme

  • Turcks modulares I/O-System BL20 sorgt für die Kommunikation zur Anlagensteuerung per Modbus/TCP

  • Oliver Graf, SAS Automotive Systems

Bei SAS in Zwickau suchte man nach einem Weg, bei Produktion und Zusammenstellung der Cockpits Fehlerquellen weiter zu reduzieren. SAS Zwickau produziert Cockpits für das benachbarte VW-Fahrzeugwerk. Oliver Graf, mitverantwortlich für die Anlagenplanung bei SAS, erklärt: „Wir bekommen etwa 2,5 Stunden vor Anlieferzeitpunkt den Abruf-Impuls und müssen dann in entsprechender Zeit das gewünschte Cockpit fertigen und anliefern.“ Um Stückzahlen von bis zu 1.300 Cockpits pro Tag zu erreichen, muss bei SAS mindestens jede Minute ein fertiges Cockpit vom Band laufen.

Wenn während der Qualitätskontrolle am Ende der Produktionskette ein Fehler erkannt wird, muss dieser nach dem Ausschleusen des Cockpits aufwändig korrigiert werden. Der einfachste Weg zur fehlerfreien Produktion ist daher eine Qualitätskontrolle direkt während der Montage. Vor Einführung des Pick-to-Light-Systems haben die Monteure die jeweilige Konfiguration eines Cockpits von einem Auftragsschein abgelesen und das Cockpit entsprechend bestückt. Somit waren Fehler nicht gänzlich zu vermeiden.

Weniger Fehler durch Pick-to-Light
Mit dem Pick-to-Light-System von Turck und Banner konnte SAS die Fehleranzahl bei der Cockpitmontage erheblich reduzieren. Das System übersetzt die Konfiguration eines Cockpits in Lichtsignale, die dem Monteur die einzubauenden Teile in der richtigen Reihenfolge anzeigen. Dazu wurden alle Ausgabefächer mit einer Signalleuchte versehen. Der Monteur greift in das signalisierte Fach, entnimmt das entsprechende Teil und baut dieses ins Cockpit ein. Die Signalleuchte verfügt über einen Lichttaster, der die Entnahme des Bauteils automatisch erfasst und quittiert. Das System registriert den Fortschritt, meldet die Entnahme an die Produktionsliniensteuerung, welche die Freigabe oder das Lichtsignal für den Folgeauftrag auslöst.

Ein unbeabsichtigtes Quittieren des Lichttasters ist durch die Hintergrundausblendung des Sensors ab 100 mm ausgeschlossen. Eine weitere Sicherungsstufe: Greift der Monteur in ein falsches Fach, wird dies durch ein rotes Leuchtsignal sofort sichtbar.

Wettbewerbsvorteil Systemansatz
Für die Turck-Lösung hat sich SAS aus verschiedenen Gründen entschieden. Eine der Hauptforderungen war eine automatische Quittierung durch eine Lichtschranke oder eine alternative Sensorik. Diese Funktion boten neben Turck noch weitere Anbieter. Punkten konnte der Mülheimer Automatisierungsspezialist mit seinem ganzheitlichen Lösungsansatz, der auch die entsprechende Hardware zur Anbindung an die Produktionslinie enthält.

Nach und nach hat man in Zwickau 20 Montagestationen während des laufenden Produktionsprozesses mit dem Pick-to-Light-System bestückt. Dabei wurden alle relevanten Lagerfächer der Einbaustationen mit je einer K50-Signalleuchte versehen. Für die Signalübertragung zwischen Lampen und Steuerung sorgt an jeder Station ein BL20-I/O-System, das über ein Feldbus-Gateway an die Liniensteuerung angebunden wurde. Softwareseitig waren nur geringfügige Anpassungen nötig.

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