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Verschleißfreier Encoder auf Hopperbagger

Auf dem Laderaum-Saugbaggerschiff Reimerswaal erfassen Turcks QR24-Drehgeber verschleißfrei die Drehung von elektrischen Winden

Bislang hielten die Drehgeber an den Winden des Laderaum-Saugbaggerschiffs Reimerswaal den extremen Belastungen auf hoher See kaum ein Jahr Stand. Das niederländische Elektro-Ingenieurbüro eL-Tec hat daher eine verschleißfreie Lösung zur Erfassung der Seilwinden entwickelt – mit Turcks induktivem Drehgeber QR24. Der berührungslos arbeitende Encoder überzeugt vor allem durch seine Robustheit. Da die Profinet-Anbindung über Turcks Multiprotokoll-I/O-System BL20 erfolgt, hat die Mannschaft an Bord jetzt zudem die Möglichkeit, einen Drehgeber selbst zu tauschen.
  • Wegen der extremen Bedingungen muss die Automatisierungstechnik der Reimerswaal besonders robust sein

  • Der robuste QR24-Drehgeber wird zusätzlich durch die Metallplatte an der Stirnseite geschützt

  • Sander Lensen und Dick de Vries (r.)

  • Drei dieser Winden richten das Saugrohr des Hopperbaggers aus, die Drehung der Welle erfasst der QR24

Hopperbagger baggern Sand und Kies vom Meeresboden und saugen ihn in ihren Laderaum ab. Einer der weltweit größten Hopperbagger mit Trockenentladeanlage ist die Reimerswaal. Die gesamte elektronische Steuerung und Installation des Schiffs stammt vom niederländischen Elektrotechnik-Ingenieurbüro eL-Tec Elektrotechnologie B.V.

Ausgefahren und gelenkt wird das zentrale Saugrohr über drei Stahltaue, die über elektrische Winden eingeholt und ausgelegt werden. Drei Drehgeber an den Winden erfassen das Ausrollen und Einholen der Stahltaue. Zwei weitere Encoder sind an den Seilwinden montiert, die die beiden Pfahlanker auf dem Vor- und Achterschiff senken und heben.

Häufiger Ausfall magnetischer Geber

Bisher arbeiteten an allen fünf Winden magnetische Drehgeber mit integrierter Profinet-Schnittstelle. Allerdings mussten die Drehgeber häufig wegen mechanischer Defekte ausgetauscht werden. Hochseeeinsatz ist für Elektronik-Komponenten eine unwirtliche Umgebung. Aggressives Salzwasser und Sand setzen der Elektronik zu.

„In einem Jahr fielen vier von fünf Encodern aus,“ beziffert Sander Lensen, Programmierer bei eL-Tec, den Verschleiß. Lensen muss es wissen. Im Servicefall mussten er und seine Kollegen den neuen Drehgebern stets wieder eine IP-Adresse zuweisen und die Geräte teachen.

Verschleißfreier Drehgeber gesucht

„Der neue Drehgeber sollte verschleißfrei sein und durch das technische Personal auf der Reimerswaal selbst ausgetauscht werden können“, beschreibt Dick de Vries, Leiter der Service Abteilung bei eL-Tec, die zentralen Anforderungen. „Wir suchten daher einen Drehgeber, der keine mechanische Verbindung zur Welle der Winde hat und dauerhaft dicht bleibt. Da gab es dann im Grunde nur noch den Encoder von Turck.“

Verschleißfrei und plug-and-play

Heute setzt eL-Tec den berührungslosen Drehgeber QR24 in der Absolut-Version mit SSI-Ausgang ein. Die Profinet-Schnittstelle wurde über das Ethernet-Gateway von Turcks modularem I/O-System BL20 realisiert Die Schiffsbesatzung könnte den Encoder im Fall eines Defekts einfach selbst austauschen. Das Gateway speichert die Profinet-Adresse und ein neuer Geber könnte ohne Parametrierung in Betrieb genommen werden. „Wenn sich die Lösung dauerhaft durchsetzt, werden wir den QR24 auch in weiteren Projekten einsetzen. Bis jetzt sieht es ziemlich gut aus.“

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