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Berührungslose Übertragung von Leistung und Schaltsignalen

In Sterilisationsanlagen der Schweizer Hanag Steriltechnik AG übertragen Turcks induktive Koppler berührungslos Leistung und Schaltsignale – die ID des IO-Link-Sensors dient darüber hinaus zur sicheren Identifikation jedes Containers

Die Schweizer Hanag Steriltechnik AG stellt unter anderem Anlagen zur Behandlung von Kappen und Stopfen für die Pharmaindustrie her. Diese werden mit unterschiedlichen Prozessabläufen sterilisiert, was eine zuverlässige Identifikation jedes Containers im Prozess erfordert. Wo lange Zeit Steckkontakte genutzt wurden, setzt das Unternehmen heute auf berührungslose Daten- und Energieübertragung mittels induktivem Koppler, der über den „Application Specific Tag“ des IO-Link-Sensors jeden Container identifiziert und gleichzeitig die richtige Stellung der Container in Transporttrolleys bei den Übergabesta­tionen sicherstellt.

  • Mit ihren Stopfen- und Kappenbehandlungsanlagen ist die Hanag Steriltechnik AG international gefragt

  • Über die Schaltfahne erkennt der IO-Link-Sensor BI6U-M12-IOL6X2 die korrekte Stellung der Dreheinheit

  • Eric Netzhammer

Die Firma Hanag Steriltechnik AG aus der Schweiz mit Sitz in Oberwil zählt zu den bedeutenden schweizerischen Anbietern im Anlagen- und Behälterbau und erlangte dank ihrer Stopfen- und Kappenbehandlungsanlagen international einen guten Ruf. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt im Bereich Sterilanwendungen.

Sterilisationsprozess

Der Prozess zur Kappen- und Stopfenbehandlung gliedert sich in die Abschnitte Waschen, Sterilisieren, Trocknen und Kühlen. Dazu werden die Packmittel in Container gefüllt, die dann die verschiedenen Prozessstationen durchlaufen. Die Container sind in ihrem Trolley mobil und darin drehbar. Für unterschiedliche Stopfen- und Kappentypen fährt der Pharmahersteller verschiedene Programme. Daher wünschte der Kunde eine Identifikation der Container an den einzelnen Stationen. Früher löste Hanag dies mittels eines Steckkontakts. Darin integriert war eine binäre Codierung, über die jeder Container eindeutig identifiziert wurde.

Eric Netzhammer, Geschäftsführer der Hanag Steriltechnik AG, und sein Team wollten die Anbindung der Container an den Übergabestationen kontaktlos realisieren. Damit spart der Kunde das Verbinden der Stecker.

Identifikation über IO-Link

Im IO-Link-Standard ist für jedes IO-Link-Device ein Freitextfeld hinterlegt, der sogenannte „Application Specific Tag“ (AST). Dieser kann dazu genutzt werden, einzelne Geräte zu identifizieren. So kann der Kunde seine Container an den jeweiligen Stationen identifizieren, ohne dafür ein zusätzliches RFID-System einsetzen zu müssen. An allen drei Hebestationen fragt die Steuerung über den AST ab, ob das richtige Packmittel geladen ist. Die S7200-Steuerung des Kunden gibt den Prozess erst frei, wenn der Inhalt des Containers und das zu fahrende Rezept zusammenpassen.

IO-Link-Schalter schützt vor Fehlbedienung

Bei der Übergabe der Container wird der Trolley mit zwei Führungen an der Hubsäule angedockt. Damit sind die korrekten Positionen des Trolleys und des induktiven Kopplers gesichert. Da der Container im Trolley aber drehbar ist, muss sichergestellt werden, dass er sich in der richtigen Position zum Aufheben beziehungsweise zum Wiedereinsetzen nach dem Prozess befindet. Dazu hat Hanag eine Schaltfahne montiert, die Turcks induktiven IO-Link-Sensor bei richtiger Position bedampft und so ein Signal auslöst.

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