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Block-I/O-Module auf Superyacht

Auf der Superyacht Limitless sorgen die kompakten IP69K-Block-I/O-Module TBEN für zuverlässige Ethernet/IP-Kommunikation von Sensorik/Aktorik und Steuerung

Im Zug einer kompletten Überarbeitung der 20 Jahre alten Superyacht Limitless hat der niederländische Schiffsausrüster Akerboom Yacht Equipment die gesamte Automatisierungstechnik auf den neuesten Stand gebracht. Zwei Steuerungen und ein Ethernet/IP-Netz ersetzen die bislang verwendete Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung der Yachtanlagen wie Kräne, Boarding-Leitern oder Plattformen. Die Übertragung der zahlreichen I/O-Signale vertraut Akerboom Turcks robusten Ethernet-Block-I/O-Modulen TBEN-L und TBEN-S an. Mit ihrem vollvergossenen Kunststoffgehäuse und Schutzart IP69K sind die I/O-Module optimal für den Einsatz zur See ausgelegt, Schaltkästen oder andere Schutzmaßnahmen werden dadurch überflüssig.

  • Das Heck der Limitless ist als Schwimmplattform ausgefaltet, die hintere Boarding-Leiter fährt gerade aus

  • Beim Ausfahren der Schwimmplattform samt Boarding-Leiter erfassen Sensoren die Neigung der Plattform

  • Jedes Block-I/O TBEN-L-16DOP stellt 16 digitale Ausgänge bereit, um die Hydraulik-Ventile anzubinden

  • Turcks robusten Block-I/O-Lösungen in IP69K ersetzt Schaltkästen und andere Schutzeinrichtungen

  • Ed Groen in `t Woud ist zufrieden: „Durch Turcks I/O-Blocks haben wir viel Verdrahtungsarbeit gespart.”

  • Alle technischen Einrichtungen lassen sich heute über Touchscreens bedienen

Technische Einrichtung in die Jahre gekommen

Alle Einrichtungen an Bord des Schiffs sind hydraulisch betrieben. Eine moderne Steuerungstechnik war beim Bau der Limitless noch nicht installiert worden. Mit Relaiskonstruktionen und einfachen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen wurden die Einrichtungen gesteuert.

In den letzten Jahren häuften sich Defekte an den beweglichen Einrichtungen der Yacht. Und auch die funktionierenden beweglichen Elemente entsprachen nicht mehr dem Stand der Technik. Eine zentrale Steuerung war nicht möglich. Alles musste über Druckknöpfe vor Ort bedient werden. Zur technischen Überholung der gesamten Yacht wandte sich der Kapitän an die Firma Akerboom Yacht Equipment im niederländischen Leiden. Das Unternehmen hat sich im Bereich der elektrotechnischen Ausstattung von Schiffen einen Namen gemacht und ist Teil der Feadship-Gruppe, zu der auch die Werft De Vries zählt.

Ethernet-IP-Steuerungen ersetzen Insellösungen

Auf dem Schiff hatten bislang jeder Kran und jede automatische Plattform einen eigenen Schaltkasten, in dem die Signale der Geräte und Antriebe direkt verdrahtet waren. Diese zahlreichen Insellösungen ersetzte Akerboom durch I/O-Module mit Ethernet/IP-Kommunikation und zwei moderne Steuerungen.

Neben dem Verdrahtungsaufwand sparten die IP69K-I/O-Block-Module auch jede Menge Platz ein. Viele Schaltschränke auf dem Schiff sind heute überflüssig, weil die TBEN-L direkt neben den Hydraulikventilen montiert sind.

Auf dem Schiff fallen viele digitale Eingangs-Signale an. Diese liefern zum Beispiel Endschalter, die die Position der Schließbolzen in den Türen erfassen. Analoge Signale werden von Neigungswinkel-Sensoren ausgegeben. Die B1N360-Inclinometer von Turck erfassen die Neigung der Plattformen, wenn sie aufs Wasser gelassen werden. Dabei ist es wichtig, die Neigung nicht absolut, sondern in Relation zum Schiff zu erfassen.

Die Analogsignale der Neigungssensoren werden von Turcks ultrakompakter I/O-Station TBEN-S2-4AI zur Steuerung gebracht. Die TBEN-S-Module sind mit 32 Millimeter Breite noch kompakter als die TBEN-L, erfüllen aber ebenfalls IP69K. Eine TBEN-S befindet sich im hinteren und eine im vorderen Bereich der Yacht. Beide bringen jeweils die Signale von zwei Plattformen zur Steuerung.

Block-I/Os erleichtern Verdrahtung

Wirklich effektiv wurde die Lösung durch den Einsatz der digitalen Block-I/O-Module TBEN-L1-16DOP. Damit konnten alle Ausgangssignale über eine Ethernet-Leitung von der Steuerung zur den digitalen Ventilen gebracht werden. Die TBEN-I/O-Module sind als Multiprotokoll-Geräte an Steuerungen mit den Protokollen Profinet, Ethernet/IP und Modbus TCP gleichermaßen einsetzbar.

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