IP67-SPS steuert Transport-Module in Kühlhaus

Asbreuk Service B.V. hat einen niederländischen Logistik-Dienstleister mit einem modularen, vollautomatisierten Be- und Entladungssystem für LKW ausgerüstet – dezentral gesteuert von Turcks robusten IP67-Modulen TBEN-L-PLC bei -25 °C

Modularität stand für Asbreuk Service an vorderster Stelle, als der Sondermaschinenbauer einen automatisierten Pendeltransport zwischen dem Werk eines großen Lebensmittelherstellers und einem Kühllager einrichtete. Die Intralogistik zum Fördern von Paletten besteht daher aus Elementen, die dezentral über Turcks kompakte IP67-Module TBEN-L5-PLC gesteuert werden – trotz Umgebungstemperaturen von -25 °C. Multiprotokoll-I/O-Module erweitern punktuell das Angebot an Ein- und Ausgängen, während K50-Leuchten von Banner Engineering auf Störungen entlang der Strecke hinweisen.

  • Jedes Förderelement hat eine eigene Steuerung, Turcks TBEN-L-PLCs sind direkt an der Strecke montiert

  • Zwei Schaltkästen dienen der manuellen Kontrolle, im Inneren befinden sich FEN20-Multiprotokoll-Module

  • FEN20-Geräte von Turck machen die Schaltsignale der Bedienpulte busfähig

  • Zwei einfach verladene LKW pro Stunde meistert das System von Asbreuk Service

  • Per Knopfdruck werden die Paletten vollautomatisch in den Kühl-Lastwagen befördert

  • K50-LED-Leuchten von Banner Engineering liefern wichtige Informationen über den Status der Streckenmodule

  • Marco Asbreuk, Geschäftsführer von Asbreuk Service B.V. 

Robuste PLC reduziert Verkabelung

Die Verwendung in Kühllagern mit Temperaturen von -25 °C war es, die das niederländische Familienunternehmen auf die IP67-TBEN-L-PLC von Turck brachte. „Uns war wichtig, dass die Steuerung potenziell mit verschiedenen Bus-Systemen kommunizieren kann und mindestens bis -30 °C arbeitet“, sagt Firmenchef Marco Asbreuk. „In diesem Bereich gibt es eigentlich nur eine PLC, die Wahl der TBEN-L-PLC von Turck verstand sich mehr oder weniger von selbst.“ Außerdem erfordern die dezentralen Module deutlich weniger Verkabelung; laut Asbreuk eine „Riesen-Kostenersparnis, vor allem im Tiefkühlbereich, wo spezielle Kabel nötig sind.“

Autonomes Fördersystem mit Paletten-Check

Im Werk des Pommes-frites-Produzenten hat Asbreuk Service jedes der 32 Streckenmodule mit einer eigenen Steuerung versehen, darunter sind Ketten- und Rollenförderer sowie ein Abschnitt zur Paletteninspektion. Hier überprüfen Lasersensoren, ob eine Palette zu breit ist – und damit falsch gepackt wurde. Laser und Scanner sind lokal mit der jeweiligen Turck-PLC verbunden, nur beim Aussondern greift ein baugleiches TBEN-L-PLC-Modul ein, das als übergeordnete Zentralsteuerung fungiert und über CAN-Bus angeschlossen ist.

Ultrakompaktes TBEN-S-2COM erweitert Schnittstellen

Um einzelne Paletten vom üblichen Streckenverlauf an den Puffer zu überführen, ist ein Förderelement mit drei Richtungen nötig. Da jede Richtung einen eigenen RS485-Port verlangt, erweitert ein Turck-I/O-Modul an diesem Knoten das Angebot an Schnittstellen. Das ultrakompakte I/O-Modul TBEN-S-2COM bindet die seriellen Schnittstellen direkt im Feld über Profinet an die Steuerung an, sodass die RS485-Funktionalität erhalten bleibt.

Muss ein Mitarbeiter trotzdem in den laufenden Prozess eingreifen, kann er die Streckenteile einzeln an zwei ebenfalls modularen und dezentralen Bedienschränken steuern. Dabei signalisieren mehrfarbige K50-Leuchten von Turcks Optoelektronik-Partner Banner Engineering, an welchem Modul beispielsweise eine Störung vorliegt oder welcher Förderabschnitt sich momentan im manuellen Betrieb befindet.

Multiprotokoll-Module im Schaltschrank

An den Bedienpulten erfordern Signalgeber wie Taster weitere Ein- und Ausgänge. Daher installierten die Niederländer in den Schränken jeweils drei IP20-I/O-Geräte: Turcks Multiprotokoll-Module FEN20-16DXP machen Standardschaltsignale schnell und effektiv busfähig. Die Verwendung der FEN20-Module beschränkt sich aber nicht auf die Bedienpulte: In der Beladungszone (ATL), die die Paletten über einen Hydrauliklift erreichen, herrscht vorerst noch Zentralismus. Der Bereich wird von einem zentral gesteuerten Frequenzumformer bzw. einer Siemens-PLC kontrolliert. Turcks FEN20 bietet in dem Schaltschrank zusätzliche Ein- und Ausgänge und kommuniziert mit der Hauptsteuerung. Asbreuk schließt jedoch nicht aus, dass schon bald auch eine ATL-Zone dezentral arbeiten könnte.

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