Vernetzung von Pharma-Skids mit dezentralen I/O-Lösungen

Schneller Markstart: IP67-I/O-Module steuern Skids im Factory Acceptance Test (FAT)

Die Herausforderung bei der Produktion von pharmazeutischen oder biochemischen Wirkstoffen ist, das Produkt möglichst schnell nach der Marktfreigabe in großem Maßstab produzieren zu können. Die Lösung der Anlagenbauer sind modulare Produktionsreaktoren für Wirkstoffe. Die einzelnen Module, auch Skids genannt, werden in der Regel erst beim Hersteller des Wirkstoffs zu einer Produktionsanlage zusammengestellt. Der Vorteil: Die Skids können parallel gefertigt und getestet werden, bevor sie als fertige Einheit beim Hersteller in Betrieb genommen werden. Unterm Strich sind die modularen Anlagen schneller aktiv als monolithische Anlagen.  

Ihre Vorteile

  • Verkürzte Time to Market durch Factory Acceptance Test (FAT) ohne zentrales Leitsystem 
  • Einfach skalierbare Lösung 
  • Nahtlose Integration in unterschiedliche Steuerungs- und Leitsysteme dank Multiprotokoll-Ethernet
  • Kürzere Produktionszeiten durch minimierten Schaltschrankaufbau 
     

  • Zur schnellen Inbetriebnahme setzen Skid-Hersteller auf Industrial Ethernet

  • IO-Link-Master in IP67 beschleunigen und vereinfachen die Verdrahtung

  • Dank Multiprotokoll sind die Module in Profinet, Ethernet/IP oder Modbus TCP einsetzbar

Kurze Time to Market mit Pharma-Skids

Um eine kurze Time to Market zu realisieren, müssen die Skids untereinander schnell und sicher verbunden werden, sowohl prozesstechnisch als auch hinsichtlich der Spannungs- und Kommmunikationsverbindungen. Ethernet ist dabei aufgrund seiner hohen Datendichte und Flexibilität der Kommunikationsstandard. Dank Turck-Multiprotokoll können die Module an jedem Leitsystem mit Profinet, Ethernet/IP oder Modbus TCP betrieben werden – ohne Eingriff des Anwenders. Die gesamte Sensorik und Aktorik ist auf dem Modul bereits vorverdrahtet und wird direkt ohne Schaltschrank auf IP67-I/O-Module gelegt. Die vorgefertigten Standardsteckverbinder sind erheblich schneller zu verdrahten als Einzelleitungen in Schaltkästen. 

Eine weitere Herausforderung der Skid-Hersteller ist der Test der Module, bevor sie mit dem zentralen Leitsystem verbunden werden. Die spätere Inbetriebnahme beim Hersteller der Wirkstoffe kann dann in kürzester Zeit abgeschlossen werden. Die Lösung liegt in Ethernet-basierter I/O-Technik in Schutzart IP67 mit dezentraler Intelligenz. IO-Link-Master bringen die Signale von Sensoren und Aktoren zur Steuerung. 

Schnellere Inbetriebnahme durch externen FAT

Vor der eigentlichen Inbetriebnahme wird in der Produktion die Funktion jedes einzelnen Skids getestet. Dabei steuern die Turck-I/O-Module die Komponenten auf dem Skid selbst, ohne an einer Steuerung angebunden zu sein. So kann das Zusammenspiel zwischen Ventilen und Sensoren bereits offline zuverlässig getestet und vorkonfiguriert werden. Der gesamte Factory Acceptance Test kann so bereits beim Anlagenbauer durchgeführt werden. Beim Endkunden, dem Pharma- oder Biopharmahersteller, wird dann nur noch die Gesamtanlage im Site Acceptance Test geprüft.

Sensor to Data Lake

Das System ist offen für zentrale Datenhaltung in Data Lakes. Ohne zwingend den Weg über ein Leitsystem gehen zu müssen, können die Daten direkt von den I/O-Modulen über einen parallelen Datenkanal über die Ethernet-Leitung an IT-Systeme im Netzwerk übermittelt werden. Möglich macht das Turcks Multiprotokoll-Standard der I/O-Module. Er erlaubt einen lesenden Zugriff per Modbus TCP, während die zeitkritische Kommunikation über Ethernet/IP oder Profinet unangetastet bleibt.

Land wählen

Turck Deutschland

Deutsch | English

Turck weltweit