TBEN-S-Modul in einer Stanz-Biege-Maschine für Druckereien

In einer Stanz-Biege-Maschine für Druckereien setzt Beil die kompakten Profinet-I/O-Module TBEN-S direkt auf 40-Millimeter-Aluprofilen ein

Maschinen in der Druckindustrie haben viele Schnittstellen zur Bürowelt. Belichter, Stanz- und Biegemaschinen sowie die eigentliche Druckmaschine müssen miteinander vernetzt und an das System der Druckerei angebunden werden. Auch Barcode-Scanner und Monitore sind anzuschließen. Ethernet-Lösungen erleichtern dies durch die gemeinsame TCP/IP-Basis. Daher setzt die Beil Registersysteme GmbH in ihren Maschinen für die Druckindustrie auf Ethernet-Lösungen. Zur Anbindung von Sensoren und Aktoren kommen in einer belgischen Druckerei Turcks ultrakompakte I/O-Module TBEN-S zum Einsatz. Die Verdrahtung in der Maschine sowie die Einbindung in die Steuerung sind damit denkbar einfach.

  • Das TBEN-S-I/O-Modul passt optimal auf die Aluminium-Profile

  • Signale des Sensors und des Elektromagneten werden direkt am Träger des Aufstellers auf das TBEN-S gelegt

  • Der leuchtende Taster signalisiert, dass der Wagen abholbereit ist

  • An jedem Modul befindet sich ein TBEN-S zur Aufnahme der Ein-Ausgangssignale der Sensoren und Aktoren

  • „Diesen ganzen Aufwand wollten wir uns sparen und durch eine dezentrale Lösung ersetzen.“ (Michael Denk)

Die Stanz- und Biegemaschinen sowie die Dreheinheit und der Aufsteller für einen bestimmten Prozess im Offsetdruck stammen häufig von der Beil Registersysteme GmbH im bayrischen Abensberg. Das Unternehmen ist weltweit einer der wenigen Komplettanbieter für das Stanzen und Biegen von Druckplatten in allen Segmenten des Drucks.

Ethernet erleichtert Datenübergabe

Für eine belgische Druckerei in der Nähe von Antwerpen produzierte Beil eine Stanz-Biegemaschine samt Drehtisch und Aufsteller. Die Datenübergabe zwischen den unterschiedlichen am Druckprozess beteiligten Maschinen ist heute mit Industrial Ethernet um einiges leichter und vor allem günstiger einzurichten als mit den klassischen Feldbussen.

Nach dem Biegen werden die Druckplatten über ihren Data-Matrix-Code identifiziert und in den Beil-Aufsteller transportiert. Das Stanzen der Platten erfolgt bei der Anlage in Belgien bereits in der CTP-Maschine. Je nach Größe der Platten ist der Aufsteller mit Vakuumgreifern versehen, um die Platten behutsam aufzurichten. Nach 100 bis 120 Platten ist ein Wagen gefüllt. Dies wird dem Bediener über ein Licht- und Akustiksignal angezeigt. Über einen Signaltaster kann der Wagen entriegelt werden. Zeitgleich wird ein Laufzettel gedruckt, um die auf dem Wagen abgelegten Platten zu identifizieren.

Zur Verankerung der Wagen am Aufsteller sind Elektromagnete montiert, die über den Taster ver- oder entriegelt werden. Ein induktiver Sensor erkennt, ob ein Wagen richtig positioniert ist. Wird ein entleerter Wagen vor dem Sensor positioniert, blinkt der Leuchttaster und der Wagen ist zum erneuten Befüllen wieder verriegelbar. Jeweils zwei Wagen stehen sich am Aufsteller gegenüber und bilden ein Modul.

Verdrahtungsaufwand minimiert

Statt der klassischen Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung verwendete Beil Turcks TBEN-S-I/O-Module in Schutzart IP67. Die Profinet-Module sammeln die Signale direkt am Aufsteller und bringen sie zur Box-PC-Steuerung im Schaltschrank. Die TBEN-S-Module werden miteinander in Linientopologie verknüpft.

Ethernet-Adresse und Webserver on board

Die TBEN-S-Module bauen sehr kompakt auf und konnten dank ihrer Breite von lediglich 32 Millimetern direkt auf den 40er-Profilen der Modulwagen montiert werden. Die kompakte Bauweise ist umso bemerkenswerter, da die Module keinen Subbus mit zusätzlichem Profinet-Koppler benötigen. Jedes Modul ist ein autarker Profinet-Teilnehmer mit eigener Ethernet-Adresse. Webserver und zwei Ethernet-Ports für Linientopologie sind auch an Bord.

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